Sonntag, 7. Oktober 2007

MATRATZENLAGER

Die Geburtstagsfeier (Dramaqueens 50er) dauerte von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr und wurde in einer Hütte auf der Hohen Wand gefeiert. Ca 30 gut aufgelegte Menschen kamen zusammen und genossen die schöne Landschaft, den atemberaubenden Blick vom Sky walk in die Tiefe, das fulminante Buffet, die heiteren kreativen Beiträge, das lustige Scharade Spiel und die altmodische Nacht im Matratzenlager. Das letzte Mal habe ich in dieser Form der Übernachtung 1974 als Betreuerin auf einem Kinderlager geschlafen. Irgendwie witzig! Und sehr intim. Wie oft kommt man schon mehreren, einem vorerst unbekannten, Menschen so nahe?
P.S. Es gab u.a. eine Susi Torte! (Leider nicht von mir gemacht; ich hab einen Marzipan.Weichsel-Kuchen mitgebracht)

Samstag, 6. Oktober 2007

PHO

sprich fau?! ist die vietnamesische Suppe, unserer Rindsuppe ähnlich, die in 100erlei Varianten serviert wird. Diesem Gericht war das gestrige Kulinarium in Ö1 gewidmet. Eine Köchin erzählte von ihrer Form der Pho, die sie mit flachen Reisnudeln und Basilikumblättern und Strauchkoriander auf den Tisch bringt und da erinnerte ich mich an ein Foto, in dem 4 fröhliche junge UrlauberInnen Pho essend um einen Tisch sitzen.
Leider habe ich selbst diese Suppe noch nie gegessen, obwohl es in Wien mindestens 3 Lokale mit empfehlenswerter Pho gibt.
Weiters in Ö1 gehört: hablame christiano! "Sprich mit mir christlich!" bekamen die Katalanen von den Spaniern zu hören, wenn sie ihre Muttersprache verwendeten. Katalan ist eine eigene Sprache, die sich aus dem Vulgärlatein entwickelte und die verteidigt werden muss, um nicht von den Spaniern (+dem Spanischen) völlig verdrängt zu werden.
Diesen blog widme ich Désirée, der Ersehnten, mit einem leisen Lächeln!

Freitag, 5. Oktober 2007

die PHILHARMONIKER

gaben heute Abend Schubert V und Beethoven VI im goldenen Musikvereinssaal. Es war wunderschön!!!!
Einmal war ich mit Bibi Blogsberg - möglicherweise ist das schon über 15 Jahre her - in einem Konzert. Könnte Schostakovitsch gewesen sein. Nachher trafen wir einen von bibis Bekannten. Er sagte damals, dass er ausschließlich in Konzerte der Philharmoniker oder Symphoniker gehen würde. Ich war so empört! Ich dachte, Musik ist und bleibt Musik, egal wer sie spielt. Heute denke ich darüber ein wenig anders! Der Klang der Philharmoniker ist etwas ganz Besonderes! Vor allem, wenn sie Schubert und Beethoven spielen. In 14 Tagen höre ich von ihnen einen Mahler - da werde ich sehen , welche Gefühle diese Musik in mir auslöst!
Ganz ehrlich: Bevor ich gar keine Musik haben kann, nehm ich auch die Musikschule von St. Eichkatz im Walde; aber wenn ich´s mir aussuchen kann, sind die Wiener Philharmoniker schon etwas ganz, ganz Tolles!

Donnerstag, 4. Oktober 2007

ERLEUCHTUNG

Heute Früh, in der Ö1 Sendung "Gedanken für den Tag" hat Prof. W. Treitler eine besonders passende Metapher für den Weg zu Gott gebracht. Er sprach von einem Radler, der über den Glockner fährt. Der Weg ist steil, der Radler schwitzt, wird immer müder, muss sich mehr und mehr überwinden und hat oft das Gefühl, er kämpfte gegen den Berg. Der Vergleich passt: Der Weg zur Erleuchtung ist steil und schwierig und nur in Demut ("schwitzend") zu bewältigen. Aber der Mensch ist dafür geschaffen, die Niederungen zu überwinden und hinauf zu steigen zum Höheren. Zu Erkenntnis, Selbstüberwindung, Reife.

Ich danke Philomenon für die heutige Färbung seines blogs im Zeichen von Protest gegen die Vorgänge in Burma und bitte, meinen blog symbolisch ROT gefärbt anzusehen

Mittwoch, 3. Oktober 2007

DEAD MAN WALKING

Frau Holle hat Goldmarie gestern ins Theater an der Wien eingeladen; sie gaben "Dead man walking" als Oper nach dem gleichnamigen Film. Nachdem die Wiener zeitung schon freitags eine grottenschlechte Kritik über Musik und Darstellung veröffentlichte, war es direkt spannend, sich selbst ein Bild zu machen. Outcome? Geteilte Meinung! Während Frau Holle vom ersten Teil VOR der Pause sehr beeindruckt war, hat mir der zweite Teil (NACH der Pause) besser gefallen. Der innere Kampf der Nonne, die Wandlung des Verbrechers kurz vor seinem Tod, die Trauer der Mutter, ihr mißratenes Kind zu verlieren, die Zwiespältigkeit des Gefängnisdirektors angesichts seiner Pflicht, das alles ist durch die Musik sehr plastisch geworden! Ich bin sehr froh, das Stück gesehen zu haben und es war ein sehr aufschlussreicher Abend!
Obwohl - Fidelio hätte mir auch gut gefallen.........
P.S. die Todesstrafe gehört abgeschafft!

Dienstag, 2. Oktober 2007

das BALLHAUS

ist ein Stück ohne Worte, das derzeit im Voklkstheater läuft. Manchmal sind 20 Schauspieler und Musiker gleichzeitig auf der Bühne und präsentieren 100 Jahre österreichischer Geschichte in Tanz und Pantomime. Es gibt berührende und witzige Momente und je mehr sich das Drama der Gegenwart nähert, umso gespannter wartet man auf den Augenblick des Wiedererkennens. Es wird z.B. "Hair" angespielt und in den Gesten und den outfits sieht man sich selbst zeitversetzt wieder. Dabei muss es gar nicht so nah sein. Die Hula Reifen, die waren, glaube ich, in den frühen 60Jahren in jedem Haushalt zu finden und trotzdem werden sie von Menschen wiedererkannt, die damals noch gar nicht auf der Welt waren. Manches ist ganz einfach kollektives Gedächtnis!
Empfehlenswert, wenn man einen netten, entspannten Theaterabend erleben möchte!

Montag, 1. Oktober 2007

ERLÄUTERUNG

zu den gestrigen Nachrichten.
Wir leben in einem Land, in dem man für eine B e r a t u n g s t ä t i g k e i t eine Million Schilling erhält (erhalten hat), in dem aber kein Cent übrig bleibt, um eine Familie, die sich hier integriert hat, für deren Verbleib Nachbarn und andere Bekannte gekämpft haben, zu erhalten.
Wen, bitte, darf ich beraten????