Heute Nacht träumte ich, dass ich am Zeugnistag noch keine Zeugnisse erstellt hatte. Ich druckte sie auf Brotscheiben, es waren aber zu wenige. Eine Kollegin meinte: "Druck sie halt doch auf Papier!" Leider hatte ich nur eine Floppy Disk mit allen Zeugnisnoten und ich bat einen Kollegen, mir zu helfen. Ich musste die Floppy Disk in eine riesige Druckereimaschine stecken und war zu ungeduldig, auf den Kollegen zu warten, daher drückte ich auf einige Knöpfe. Was herauskam waren nur verschmierte Karos......
Mit großem Herzklopfen wachte ich auf. Das Desaster schwebt über mir, tatsächlich bekommen meine SchülerInnen nächsten Freitag die Zeugnisse und ich habe die Noten noch nicht beinander. Ich hasse Notengebung, 5 Zahlen ohne weitere Angaben sind einfach nicht genug! Warum kann sich Österreich nicht von einem völlig veralteten System trennen, das wenig aussagekräftig ist und immer nur schale Gefühle zurücklässt. Im Zweifelsfall gebe ich die bessere Note und denk mir "is´eh wurscht" Wie lange kann man sich aber einreden, dass alles keine Rolle spielt ohne selbst davon angesteckt zu werden?
Übrigens der Kollege, den ich um Hilfe bat, ist ein sehr unsympathischer Mann, mit bösartigen Zügen. Allerdings ist er sehr hilfsbereit, wenn man ihn konkret um etwas bittet. Er ist ein Ordnungsfanatiker und ein Geizhals. Wenn es was zum Essen gibt, ist er der erste bei der Schüssel, bringt aber selbst nie was mit. Er ist mit niemandem befreundet und schließt sich auch nie einer Gruppe an. Allerdings macht er auch die ungeliebten Stunden. Umgekehrt wieder verschlendert er die Zeit und bekommt manchmal sein Geld für verbleibende 30 Minuten statt 50.
Zu den verschmierten Karos meinten die Schüler, das bedeutet, dass sie alle einen Fleck haben. Kann sein, dass ich befürchte, ihnen zu wenig beigebracht zu haben.
Andererseits habe ich diesmal ZWEI KLASSEN (von 18jährigen) gehabt, die Schwierigkeiten hatten, 10% von 20 Euro auszurechnen.(Und dann 60%ohne Taschenrechner zu eruieren)
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Dienstag, 14. September 2010
Schule ist schöööön
wenn der Stundenplan gut ist, die SchülerInnen angenehm sind und der Direktor möglichst unsichtbar bleibt.
So ist es zur Zeit.
Ich mag, was ich tue, nämlich Abschlussklassen das nötige Wissen für die Abschlussprüfung beizubringen (naja - eher in eigenverantwortlichem Arbeiten selbst erarbeiten lasse) und komme (noch) halbwegs zurecht mit den Vorbereitungen.
Aber LEIDER! Schon kündigt sich das große Chaos an, denn übriggebliebene Kopien schwirren über den tisch und sind kaum zu bändigen.
Kennt wer einen Ordnungscoach? - bitte, zu mir schicken!
So ist es zur Zeit.
Ich mag, was ich tue, nämlich Abschlussklassen das nötige Wissen für die Abschlussprüfung beizubringen (naja - eher in eigenverantwortlichem Arbeiten selbst erarbeiten lasse) und komme (noch) halbwegs zurecht mit den Vorbereitungen.
Aber LEIDER! Schon kündigt sich das große Chaos an, denn übriggebliebene Kopien schwirren über den tisch und sind kaum zu bändigen.
Kennt wer einen Ordnungscoach? - bitte, zu mir schicken!
Montag, 13. September 2010
Heute geht sie.....
Miss rainbow hat wiedermal ihr Rucksackerl gepackt und verlässt Wien, den Physiker und ihre Familie für ein Jahr, das sie in Tokyo verbringen wird.
Unsere besten Wünsche begleiten die unabhängige Reisende, die möglicherweise ein "Heimkommen" ins ihr vertraute Land erleben wird.
all the best, my dear und
GANBATTE, ne :-)
Unsere besten Wünsche begleiten die unabhängige Reisende, die möglicherweise ein "Heimkommen" ins ihr vertraute Land erleben wird.
all the best, my dear und
GANBATTE, ne :-)
Freitag, 13. August 2010
about China
Laaaaaanges Zurückkommen aus der anderen Welt.
18 problemlose Tage in China (Shanghei, Yangtse und Beijing/Peking)und dennoch so intensiv, dass es einen bewussten Einstieg in den Alltag gebraucht hat.
Das eindrucksvollste Erlebnis war der Sonntag Vormittag im Park des Himmelstempels, wo Hunderte Chinesen körperliche Übungen in einer Perfektion vollbrachten, dass mir der Mund offen blieb. Frauen in meinem Alter beherrschten den Spagat in gemessenen 180 Grad. (Nachdem die Dame auf zwei Tüchern unter ihren Füßen auf einer Plastikplane auseinandergerutscht war, trieb ein Helfer ihr mit einem langen Stab die Beine noch weiter auseinander)An einer 2m hohen Stange turnte ein alter Mann (ca 80!) einen Felgeaufschwung, hielt dann die Spannung und machte es noch 3mal. Es war einfach unglaublich!! Woanders fand sich ein Amateurchor und wieder woanders tanzte eine Gruppe von Menschen aller Alterstufen (außer Kindern!) und an einem anderen Platz gab es kollektive Clownerien. Ich konnte mich nicht sattsehen.
China an sich hat ausgesehen wie ein großes Chinarestaurant. Die (oft neugebauten) Häuser haben keine charakteristik mehr (so wie bei uns alle Altbäuser ähnlich aussehen, während die Neubauten, je nachdem, fad bis extravagant, aber einander ganz sicher nicht ähnlich sind) Dazwischen kitschiger Chinaschmuck - rote Holzbalken und Lampions, so wie bei den Restaurants im Westen halt.
Es gibt wahnsinnig viele Menschen ÜBERALL!!! Und Lärm.
am witzigsten war der Eindruck im Park rund um die weiße Pagode (hinter der verbotenen Stadt)wo derzeit eine Dinosaurierausstellung läuft. als wir in den Park kamen, spielte aus zahlreich aufgehängten Lautsprechern eine nicht unangenehme Musik und ich meinte scherzhaft, "Gleich tanzen die Saurier Ballett" Aber wer sagt´s denn? Tatsächlich bewegten die Riesenexponate ihre Schwänze, Köpfe und manchmal auch die Beine.
China erschien mir wie eine Mischung aus Chinashop und Chinarestaurant. Es gab keine sicht-oder fühlbare Spiritualität. Die Pagoden werden als Wachtürme verwendet (in den Städten sind sie sowieso selten zu sehen)und der Überlebenskampf ist bei 20 Millionen (allein in Beijing) wirtschaftlicher Natur, Jeder möchte anscheinend zu mehr Geld kommen, denn angesprochen wir man als Ausländer damit man was kaufen soll. Wir haben auch kaum jemanden mit Sprachkenntnissen getroffen, bzw jemanden, der uns ein wenig weitergeholfen hätte mit der Sprache. Auch Menschen, bei denen wir uns bemüht haben, einzelne chinesische Wörter zu verwenden oder dazuzulernen, wandten sich schnell ab und liefen davon.
Ich persönlich konnte die Menschenrechtssituation auch nicht verdrängen. Wenn ab Sonnenuntergang der Tian namen (Platz des himmlischen Friedens)gesperrt ist, und die Sperre mit viel Polizei überwacht wird, entsteht ein mulmiges Gefühl.
Offene Korruption (wie bei unserem Junibesuch in Moskau) haben wir allerdings nie erlebt. Nie wurde uns angeboten, wir könnten gegen Bezahlung schneller wo rein oder eine andere Vergünstigung bekommen. Eigentlich waren wir häufig unsichtbar, bzw. als Fotoobjekte willkommen. (Vor allem Miss Rainbow, die mit dem Physiker einen Teil der Reise mitmachte. WAR SUPER!!!)
China war (für mich) vor allem ein intellektuelles Erlebnis. Es war spannend, interessant, imposant, bewunderswert, aber es fehlte die Sinnlichkeit. Es gab nichts, wo meine augen gern verweilten (gestaltete Balkons oder Auslagen oder irgendeine visuelle Komposition irgendwo). Es gab keine Düfte (unerwartete Räucherstäbchen oder duftende Blumen), ich sah gar nichts Gestaltetes, nur Masse.
Und viel, viel Dreck!
Bei einem unerwarteten Stop während einer Autobusfahrt gab es (Steh)Klos ohne Vordertür, ohne Wasser und ohne Papier. Mir wurde gesagt, das war noch vor 10 Jahren die Standardsituation. Was mich beschäftigt ist die Frage, wie ein zivilisiertes Volk auf die persönliche Privatheit und Hygiene dermaßen vergessen konnte. Ich möchte Verdauung und Ausscheidung keinesfalls tabuisieren, und sicher auch nicht die multimediatoiletten Japans einführen, damit man ja nichts hört, sieht oder riecht, und gleichzeitig ist der Wunsch da, einige Momente des Alleinseins zu haben, wo man sich in Ruhe spüren und ERLEICHTERN im wahrsten Sinn des Wortes kann.
Es braucht noch, bis sich mehr herauskristallisiert.......
18 problemlose Tage in China (Shanghei, Yangtse und Beijing/Peking)und dennoch so intensiv, dass es einen bewussten Einstieg in den Alltag gebraucht hat.
Das eindrucksvollste Erlebnis war der Sonntag Vormittag im Park des Himmelstempels, wo Hunderte Chinesen körperliche Übungen in einer Perfektion vollbrachten, dass mir der Mund offen blieb. Frauen in meinem Alter beherrschten den Spagat in gemessenen 180 Grad. (Nachdem die Dame auf zwei Tüchern unter ihren Füßen auf einer Plastikplane auseinandergerutscht war, trieb ein Helfer ihr mit einem langen Stab die Beine noch weiter auseinander)An einer 2m hohen Stange turnte ein alter Mann (ca 80!) einen Felgeaufschwung, hielt dann die Spannung und machte es noch 3mal. Es war einfach unglaublich!! Woanders fand sich ein Amateurchor und wieder woanders tanzte eine Gruppe von Menschen aller Alterstufen (außer Kindern!) und an einem anderen Platz gab es kollektive Clownerien. Ich konnte mich nicht sattsehen.
China an sich hat ausgesehen wie ein großes Chinarestaurant. Die (oft neugebauten) Häuser haben keine charakteristik mehr (so wie bei uns alle Altbäuser ähnlich aussehen, während die Neubauten, je nachdem, fad bis extravagant, aber einander ganz sicher nicht ähnlich sind) Dazwischen kitschiger Chinaschmuck - rote Holzbalken und Lampions, so wie bei den Restaurants im Westen halt.
Es gibt wahnsinnig viele Menschen ÜBERALL!!! Und Lärm.
am witzigsten war der Eindruck im Park rund um die weiße Pagode (hinter der verbotenen Stadt)wo derzeit eine Dinosaurierausstellung läuft. als wir in den Park kamen, spielte aus zahlreich aufgehängten Lautsprechern eine nicht unangenehme Musik und ich meinte scherzhaft, "Gleich tanzen die Saurier Ballett" Aber wer sagt´s denn? Tatsächlich bewegten die Riesenexponate ihre Schwänze, Köpfe und manchmal auch die Beine.
China erschien mir wie eine Mischung aus Chinashop und Chinarestaurant. Es gab keine sicht-oder fühlbare Spiritualität. Die Pagoden werden als Wachtürme verwendet (in den Städten sind sie sowieso selten zu sehen)und der Überlebenskampf ist bei 20 Millionen (allein in Beijing) wirtschaftlicher Natur, Jeder möchte anscheinend zu mehr Geld kommen, denn angesprochen wir man als Ausländer damit man was kaufen soll. Wir haben auch kaum jemanden mit Sprachkenntnissen getroffen, bzw jemanden, der uns ein wenig weitergeholfen hätte mit der Sprache. Auch Menschen, bei denen wir uns bemüht haben, einzelne chinesische Wörter zu verwenden oder dazuzulernen, wandten sich schnell ab und liefen davon.
Ich persönlich konnte die Menschenrechtssituation auch nicht verdrängen. Wenn ab Sonnenuntergang der Tian namen (Platz des himmlischen Friedens)gesperrt ist, und die Sperre mit viel Polizei überwacht wird, entsteht ein mulmiges Gefühl.
Offene Korruption (wie bei unserem Junibesuch in Moskau) haben wir allerdings nie erlebt. Nie wurde uns angeboten, wir könnten gegen Bezahlung schneller wo rein oder eine andere Vergünstigung bekommen. Eigentlich waren wir häufig unsichtbar, bzw. als Fotoobjekte willkommen. (Vor allem Miss Rainbow, die mit dem Physiker einen Teil der Reise mitmachte. WAR SUPER!!!)
China war (für mich) vor allem ein intellektuelles Erlebnis. Es war spannend, interessant, imposant, bewunderswert, aber es fehlte die Sinnlichkeit. Es gab nichts, wo meine augen gern verweilten (gestaltete Balkons oder Auslagen oder irgendeine visuelle Komposition irgendwo). Es gab keine Düfte (unerwartete Räucherstäbchen oder duftende Blumen), ich sah gar nichts Gestaltetes, nur Masse.
Und viel, viel Dreck!
Bei einem unerwarteten Stop während einer Autobusfahrt gab es (Steh)Klos ohne Vordertür, ohne Wasser und ohne Papier. Mir wurde gesagt, das war noch vor 10 Jahren die Standardsituation. Was mich beschäftigt ist die Frage, wie ein zivilisiertes Volk auf die persönliche Privatheit und Hygiene dermaßen vergessen konnte. Ich möchte Verdauung und Ausscheidung keinesfalls tabuisieren, und sicher auch nicht die multimediatoiletten Japans einführen, damit man ja nichts hört, sieht oder riecht, und gleichzeitig ist der Wunsch da, einige Momente des Alleinseins zu haben, wo man sich in Ruhe spüren und ERLEICHTERN im wahrsten Sinn des Wortes kann.
Es braucht noch, bis sich mehr herauskristallisiert.......
Sonntag, 11. Juli 2010
Sommer ist´s
Es ist ja nicht so, dass ich meine blog vergessen hätte, es führte der Weg nur leider zu wenig oft am Computer vorüber. Dabei ist der Haushalt mit inzwischen VIER(!!) notebooks (UND zwei Rechnern) aufgerüstet (und w-Lan)- also auch keine Entschuldigung.
Naja: Heute beginnt jedenfalls das schon traditionelle Sommerprogramm mit Fussballcamp für Großer Meister und Theaterspielen für Goldmarie. Miss rainbow und der Physiker sind uns nach china vorausgefahren,wir folgen in einer Woche.
Es ist eine sehr schöne Zeit, warm, licht und erfüllt.
Naja: Heute beginnt jedenfalls das schon traditionelle Sommerprogramm mit Fussballcamp für Großer Meister und Theaterspielen für Goldmarie. Miss rainbow und der Physiker sind uns nach china vorausgefahren,wir folgen in einer Woche.
Es ist eine sehr schöne Zeit, warm, licht und erfüllt.
Freitag, 21. Mai 2010
Pinocchio
Gelegenheit zur Generalsprobe gehabt - mit Genuss gesehen, was den anderen noch bevorsteht. es heißt zu differenzieren!
Eigentlich ist die geschichte des HOLZbuben, dem allerlei Widrigkeiten begegenen, meiner Meinung nach, entbehrlich!ich spüre kaum Zuneigung zwischen den handelnden Personen und es wird von dem armen Kasperl viel zu viel verlangt.
Die jetzige Inszenierung des Direktors himself ist sehr musikalisch und ziemlich "unjugendfrei" (man verzeihe mir die Wortneuschöpfung!) und die Kinder werden es lieben. Sehr bunt und schwungvoll, von einer Kakerlake erzählt, entrollt sich, nicht ganz ernst gemeint, die altmodische Geschichte. Am ende versöhnen sich alle - so ist das Leben einfach nicht!
Eigentlich ist die geschichte des HOLZbuben, dem allerlei Widrigkeiten begegenen, meiner Meinung nach, entbehrlich!ich spüre kaum Zuneigung zwischen den handelnden Personen und es wird von dem armen Kasperl viel zu viel verlangt.
Die jetzige Inszenierung des Direktors himself ist sehr musikalisch und ziemlich "unjugendfrei" (man verzeihe mir die Wortneuschöpfung!) und die Kinder werden es lieben. Sehr bunt und schwungvoll, von einer Kakerlake erzählt, entrollt sich, nicht ganz ernst gemeint, die altmodische Geschichte. Am ende versöhnen sich alle - so ist das Leben einfach nicht!
Mittwoch, 19. Mai 2010
A so a theater
Heute in einer Woche veranstalte ich eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Drama" und mir wird immer bang und bänger. Erstens habe ich bis jetzt noch sehr wenige Anmeldungen, obwohl ich sogar persönliche Briefe geschrieben hab und außerdem ergaben die Aktivitäten, die ich mit den SchülerInnen ausprobiert habe, völlig ungewohnte Ergebnisse. Oh weh!
Dabei sit das thema interessant. (Naja eigentlich ist es mein ERsatzthema, nachdem die Schüler vorige Woche im feedback zu erkennen gaben, dass die Geschichte eines davonlaufenden Jugendlichen nicht zeitgemäß sei.
Jetzt habe ich mir den Zauberlehrling genommen, der eigent sich gut in der Berufsschule um über den Lehrling - Meister status zu reflektieren und auch die Folgen von Ungehorsam und Nicht-Einhalten der Regeln zu beleuchten
Wish me luck!
Dabei sit das thema interessant. (Naja eigentlich ist es mein ERsatzthema, nachdem die Schüler vorige Woche im feedback zu erkennen gaben, dass die Geschichte eines davonlaufenden Jugendlichen nicht zeitgemäß sei.
Jetzt habe ich mir den Zauberlehrling genommen, der eigent sich gut in der Berufsschule um über den Lehrling - Meister status zu reflektieren und auch die Folgen von Ungehorsam und Nicht-Einhalten der Regeln zu beleuchten
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